Eine zentrale Schaltzentrale für Server und Netzwerke – komplett mit KI-Unterstützung entwickelt.
Als Administrator oder IT-Verantwortlicher springt man ständig zwischen verschiedenen Tools hin und her: Monitoring, Netzwerkscans, Dienstüberwachung, Installationschecks, Alarmierung usw. Das nervt. Deshalb habe ich mir eine eigene zentrale Dashboard- und Navigationsplattform gebaut – meine persönliche „Network Radar Suite“ für meine Demoumgebung.
Das Ganze läuft auf einem Hypervisor von Verge.io unter vergeOS. Verwendet wurde ein Linux / Ubuntu-Installationsimage, das perfekt auf die Netzwerkeigenheiten von vergeOS abgestimmt ist. Als Webserver fungiert ein klassischer Apache. Das Skript scan.php nutzt im Hintergrund das Tool Nmap (Network Mapper), um die konfigurierten Netzwerke zu durchsuchen. Nmap gilt in der IT-Welt und Administration absolut als Standard-Tool. Es ist seit Jahrzehnten eines der bekanntesten, mächtigsten und am weitesten verbreiteten Open-Source-Werkzeuge für Network Discovery, Port-Scanning und Sicherheitsüberprüfungen (Auditing). Es gehört somit zur Grundausrüstung auf fast jedem Linux-System und wird weltweit von Administratoren und Security-Experten eingesetzt.
Das komplette System ist eine Demoumgebung und Spielwiese, um Tools zu entwickeln, die den Alltag erleichtern. Es fallen keine Lizenzkosten an, und ich habe im Wesentlichen genau das zur Hand, was ich zur Überwachung meiner Infrastruktur benötige.








Was die Anwendung kann
Sie dient als Landing Page und zentraler Einstiegspunkt zur Überprüfung der Testlandschaft. Auf einen Blick sieht man:
- Den aktuellen Systemstatus der Server
- Neue, unbekannte Geräte im Netzwerk
- Direkte Links zu allen wichtigen Überwachungs- und Verwaltungstools
Alles vereint unter einer einheitlichen, per OIDC abgesicherten Oberfläche.
Technische Basis & Architektur
- Hauptverzeichnis:
/var/www/html/ - Status-Daten: Zentral hinterlegt unter
/var/www/html/status/ - Authentifizierung: Vollständig über OIDC / Single Sign-On mit Authentik abgesichert (eingebunden über eine globale
.htaccessmitauto_prepend_fileundauth.php) - Technologie: Klassisches PHP mit JSON-basierten Datenstrukturen (sehr leichtgewichtig, schnell und ohne schwere Datenbank-Overheads)
Die wichtigsten Komponenten
1. Dashboard (index.php)
Das Herzstück der Anwendung. Es lädt die Netzwerkkonfiguration und prüft automatisch, ob neue Geräte im Netzwerk aufgetaucht sind (new_devices.json). Diese können per Klick direkt auf der Oberfläche einzeln oder per Sammel-Button als bekannt bestätigt werden.
2. Authentifizierung & Sicherheit
Zur umfassenden Absicherung der Network Radar Suite auf der Ubuntu-VM habe ich ein mehrstufiges Sicherheitskonzept umgesetzt. Auf Netzwerkebene wurde die Linux-Firewall UFW aktiv konfiguriert, um den unautorisierten Datenverkehr direkt am Betriebssystem abzuwehren. Ergänzend dazu greift auf Webserver-Ebene ein striktes IP-Whitelisting direkt in der Apache-Umgebung bzw. der .htaccess, das den Zugriff auf das interne Subnetz sowie Loopback-Verbindungen beschränkt und fremde Anfragen sofort mit einem HTTP 403-Fehler abweist, noch bevor die Applikationslogik greift. Für den Schutz vor gängigen Browser-Angriffen wie Clickjacking oder XSS wurden zusätzlich robuste Security-Header integriert. Im Kern der Anwendung sorgt schließlich eine vorgeschaltete OIDC-Authentifizierung über Authentik für einen sicheren Single Sign-On, während sensitive Systemgeheimnisse und API-Zugangsdaten außerhalb des Document Roots in einer geschützten Umgebung abgelegt sind.
3. Integrierte Tools (direkt aus dem Dashboard erreichbar)
- Network Radar – Netzwerkweites Scanning aktiver Hosts via Nmap.
- NextGen Monitoring – Fortgeschrittene Überwachung von Server-Diensten und Infrastruktur.
- AppsAnywhere Monitoring – Maßgeschneidert für meine Virtualisierungs- und App-Delivery-Umgebung.
- Installer Check – Rollenbasierte Prüfung, ob Kundensysteme korrekt vorbereitet sind.
- Microsoft 365 Mailer – E-Mails direkt aus der Suite über die Microsoft Graph API versenden.
Warum ich das gebaut habe
Statt zehn verschiedene Oberflächen und Admin-Panels parallel zu betreiben, habe ich jetzt eine zentrale Anlaufstelle. Alles ist übersichtlich, extrem schnell erreichbar und vor allem sauber abgesichert. Die Kombination aus praktischem Netzwerk-Scan und tiefgehendem Monitoring spart enorm viel Zeit im täglichen Betrieb.
Fazit: Ein klassisches „Ich hab’s mir selbst gebaut, weil’s mich genervt hat“-Projekt – und genau deshalb eines der nützlichsten Werkzeuge in meiner Testumgebung.


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