Das kanadische Bergbauunternehmen Eldorado Gold hat bei seinem milliardenschweren Flaggschiffprojekt Skouries in Griechenland einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Mit dem erfolgreichen ersten Durchsatz von Erz durch den primären Brecher und die Verarbeitungsanlagen wurde die Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage („Commissioning“) offiziell eingeläutet.
Technische Meilensteine und der aktuelle Projektstatus
Der jüngste operative Fortschritt markiert den erfolgreichen Übergang von der reinen Bauphase zur aktiven mechanischen Erprobung unter Last. Zu den zentralen Kennzahlen des aktuellen Projektstatus zählen:
- Erz-Vorrat (Stockpile): Um die Anlaufphase abzusichern und eventuelle Verzögerungen im Tagebau auszugleichen, wurde im Vorfeld ein umfangreicher Puffer von rund 3,9 Millionen Tonnen Erz angehäuft. Dies garantiert eine kontinuierliche Versorgung der Mühlen nach dem finalen Startschuss.
- Infrastruktur & Stromversorgung: Die finale Abnahme der dauerhaften Hochspannungsanbindung an das griechische Stromnetz steht unmittelbar bevor. Um den straffen Zeitplan nicht zu gefährden, verfügt die Anlage zudem über temporäre Notstrom- und Lastkapazitäten.
- Fahrplan zur Kommerzialisierung: Das Management bestätigt den ambitionierten Zeitplan. Die erste kommerzielle Auslieferung bzw. Produktion von Kupfer-Gold-Konzentrat wird weiterhin für das dritte Quartal 2026 erwartet, gefolgt vom Erreichen der kommerziellen Produktion im vierten Quartal 2026.
Strategische Bedeutung für Eldorado Gold
Für Eldorado Gold ist das Skouries-Projekt von transformatorischer Bedeutung. Sobald die Mine ihre volle Kapazität erreicht, wird sie das Gesamtförderprofil des Konzerns massiv erweitern.
Besonders ins Gewicht fällt dabei die strategische Ausrichtung hin zu Kupfer, das neben Gold als unverzichtbares Industriemetall für die weltweite Energiewende gilt. Die zusätzlichen Cashflows aus Skouries dürften die Bilanz des Unternehmens nachhaltig stärken und die Produktionskosten auf Konzernebene senken.
Mit dem erfolgreichen Start des ersten Erzdurchsatzes hat das Unternehmen eines seiner größten Projektrisiken erfolgreich reduziert und den Weg geebnet, die Produktion im laufenden Jahr wie geplant hochzufahren.

