Als Systemtechniker, der schon etliche VDI-Rollouts begleitet hat – von klassischen Citrix- und VMware-Horizon-Umgebungen bis hin zu modernen Cloud-Alternativen –, weiß ich genau, wo der Schuh beim Veröffentlichen von virtuellen Desktopintegrationen drückt: Komplexität, Kosten und Wartungsaufwand.
Hier gibt es eine allgemeine Beschreibung von Apport NextGen.

Wenn euer Unternehmen gerade eine VDI-Lösung evaluieren will, solltet ihr Apporto ernsthaft auf dem Radar haben. Es ist kein reiner „Cloud-DaaS“-Hype, sondern eine browserbasierte, containerbasierte Virtualisierungsplattform, die sich bewusst als „NextGen VDI“ positioniert – einfacher, günstiger und deutlich weniger administrativ aufwendig als die klassischen On-Prem-Monster.
Ich schreibe das hier nicht als Marketing-Text, sondern aus der Praxis: Was muss man technisch wirklich konfigurieren, wo lauern Fallstricke und wie integriert sich Apporto sauber in eine bestehende Enterprise-Umgebung?
1. Was ist Apporto eigentlich – und warum kein klassischer VDI?
Apporto liefert virtuelle Desktops und Apps direkt im Browser (Chrome, Edge, Firefox – egal). Kein dickes Client-Software-Paket, kein VPN-Zwang, keine Connection-Broker-Hölle. Die Plattform läuft cloud-nativ (AWS/Azure) oder hybrid/on-prem und nutzt Container-Technologie statt klassischer Hypervisor-VMs. Das Ergebnis: Latenz wird durch Geo-Optimierung minimiert, und die Kosten liegen ca. 70% unter traditionellem VDI.
Für Techniker relevant: Ihr müsst in der Cloud keine eigenen Broker, Licensing-Server oder Storage-Farmen mehr hochziehen. Die Plattform ist weitgehend managed (Backups, Patching, Monitoring, Antivirus übernimmt Apporto), aber ihr behaltet volle Kontrolle über Policies und Images. Bei der hybrid/on-prem Lösung unterliegt dies natürlich dem Betreiber in seinem Rechenzentrum. Die on-prem Lösung ist vor allem für Proxmox konzipiert. Somit reduzieren sich die Kosten wesentlich im Unterschied zu vielen anderen Lösungen.
2. Deployment-Modelle – die echte Flexibilität
- Fully hosted (Cloud): Schnellster Einstieg. Alles in AWS oder Azure. Ideal, wenn ihr keine Lust auf eigene Hardware habt.
- Hybrid: Besteht eure bestehende On-Prem-Infrastruktur weiter? Apporto kann Cloud-Bursting nutzen – bei Lastspitzen werden zusätzliche Ressourcen automatisch in die Cloud geschoben.
- On-Prem: Ihr könnt eure eigenen Server klonen und sie über Apporto zugänglich machen. Apporto ist perfekt für stark regulierte Branchen (Finance, Healthcare, Behörden), die Datenhoheit vor Ort behalten wollen.
Techniker-Tipp: Startet immer mit einem Pilot in der Cloud.
Unten stehend eine Basiskonfiguration eines on-prem Systems. Bemerkenswert ist die einfache Konfiguration der Firewall, die nur die Ports 80/443 zum Loadbalancer durch lässt.

3. Die wichtigste Integration: Identity Management (AD + SSO)
Hier zeigt sich, ob eine VDI-Lösung wirklich enterprise-tauglich ist. Apporto integriert sich extrem sauber:
Active Directory Sync (LDAP/LDAPS) Im Admin-Portal unter Setup → AD Sync konfiguriert ihr:
- Primärer/sekundärer LDAP-Server (mit Port)
- Binding-String (CN=…, OU=…, DC=…)
- Root-Zertifikat für LDAPS
- Sync-Frequenz (stündlich oder zu fester Uhrzeit)
- Optional „Require second sign-in“ für zusätzliche Sicherheit bei Remote-Zugriff
Der Sync zieht eure AD-Security-Groups automatisch nach Apporto. User-Provisioning/Deprovisioning läuft damit zentral über euer bestehendes AD – kein doppelter User-Stamm mehr. Test-Button direkt im Portal – super praktisch.
Single Sign-On (SSO)
- Unter Setup → Identity Management aktiviert ihr SSO-Domains.
- Kombinierbar mit AD.
- SSO to Desktop (Zertifikatsbasiert): Einmal im Portal anmelden → direkter Zugriff auf Desktop/App ohne erneute Authentifizierung. Dafür braucht ihr nur Windows-Domain, PDC und Root-Zertifikat.
Zusätzlich gibt’s 2FA über Drittanbieter-Apps und lokale Fallback-Accounts.
Techniker-Realität: In 90 % der Fälle ist die AD-Integration nach 30 Minuten lauffähig. Die häufigsten Stolpersteine sind falsche Binding-Strings oder fehlende LDAPS-Zertifikate – aber die Fehlermeldungen im Portal sind verständlich.
4. Weitere praxisrelevante Integrationen
- Cloud Mounter: OneDrive, Dropbox, Box, Google Drive und on-prem Storage direkt im virtuellen Desktop mounten – ohne lokale Agenten.
- LTI / LMS: Falls ihr auch Bildung oder Training nutzt, gibt’s fertige Canvas-Integration (nicht zwingend relevant für reine Unternehmen, aber zeigt die Reife).
- Persistent VMs vs. Non-Persistent: Ihr entscheidet pro User-Gruppe, ob Desktops persistent bleiben oder bei Logout zurückgesetzt werden.
- Multi-Session / Single-Session Server: Flexibel skalierbar – genau wie bei RDS, nur ohne den RDS-Overhead.
5. Security & Zero Trust – nicht nur Marketing
Apporto ist von Haus aus Zero-Trust gebaut:
- Keine lokalen Daten auf Endgeräten.
- Least-Privilege-Policies zentral im Browser.
- Wasserzeichen, Kiosk-Mode, USB-Block, Druck- und Upload-Steuerung konfigurierbar.
- Alles läuft über HTTPS, moderne Verschlüsselung.
Im Vergleich zu klassischem VDI spart ihr euch zig VPN-Regeln und Client-Sicherheits-Patches.
6. Setup in der Praxis – Best Practices aus dem Techniker-Alltag
- Pilot-Phase: 30-Tage-Pilot ohne Commitment. Nehmt eine repräsentative Abteilung (z. B. Finance oder Development).
- Desktop-Images: Baut standardisierte Images mit euren Business-Apps. Apporto unterstützt Streaming-Desktops und Published Apps.
- Performance-Tuning: Geo-Optimierung und automatische Kompression sind schon aktiv. Bei grafikintensiven Apps (CAD, Video) schaltet ihr GPU zu.
- Monitoring: Das eingebaute Dashboard zeigt Session-Zahlen, Server-Last und Sync-Status in Echtzeit.
- Fallback: Immer einen lokalen Account für Notfälle anlegen.
7. Klassischer VDI vs. Apporto – ehrlicher Vergleich
| Aspekt | Klassischer VDI (Citrix/VMware) | Apporto |
|---|---|---|
| Client | Dickes Client + VPN | Nur Browser |
| Infra-Aufwand | Hoch (Broker, Storage, etc.) | Minimal / managed |
| Kosten | Hoch (Lizenz + Hardware) | 50–70 % günstiger |
| Skalierung | Manuell / teuer | Automatisches Cloud-Bursting |
| AD/SSO-Integration | Möglich, aber komplex | Sehr einfach & zentral |
| Wartung | Euer Team | Größtenteils Apporto |
Fazit – Wann solltet ihr Apporto kaufen?
Wenn ihr eine VDI-Umgebung sucht, bei der der administrative Overhead nicht größer ist als der Nutzen, dann ist Apporto eine der besten Optionen auf dem Markt. Besonders für mittelgroße bis große Unternehmen mit vielen Remote-/Hybrid-Mitarbeitern, die keine Lust auf jahrelange VMware- oder Citrix-Migrationen haben.
Die Integration ist technisch sauber, die Dokumentation praxisnah und der Support (aus eigener Erfahrung in Piloten) schnell. Der größte Vorteil: Ihr könnt euch endlich wieder um strategische Projekte kümmern statt um Broker-Patches und Storage-I/O-Probleme.
Tipp vom Techniker zum Techniker: Fordert einen 30-Tage-Pilot mit euren eigenen AD-Gruppen und euren wichtigsten Business-Apps an. Erst dann entscheidet ihr. Die meisten Kunden, die ich begleitet habe, sind nach dem Pilot nicht mehr zurück zu klassischem VDI.
Fragen zum Rollout oder spezifischen Konfigurationsbeispielen? Gerne bei der Software2 GmbH nachhaken – die wissen, was Techniker wirklich brauchen. Viel Erfolg bei eurem nächsten VDI-Projekt!
Wo gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Produkte von Apporto zu kaufen? Bei: https://www.software2eu.de/


You must be logged in to post a comment.