Honeywell-Mini-Turbo: Wenn das Chartmuster exakt liefert, was es verspricht
Turnaround bei Hexpol
Verkauf von 50% BYD
Kursentwicklung (Tagesformat – Letzte 60 Tage)
Nachdem ich im Laufe des letzten Monats bereits 50 % meiner Eldorado Gold-Aktien verkauft habe, folgen nun die restlichen 50 % mit einem Gewinn von 10 %. Ich erwarte weiterhin steigende Realzinsen – und hohe REALZINSEN (Zins minus Inflation) ist Gift für den Goldpreis und vor allem belastend für Rohstoffe. Da Eldorado Gold primär Gold und Kupfer fördert, beziehe ich dieses makroökonomische Umfeld in meine Entscheidung mit ein. Der Beginn meines Verkaufs war gut im timing – die letzten 50% eher etwas spät – meiner Meinung nach.
Ich kann mich natürlich komplett irren. Im Edelmetallsektor neigen viele Marktteilnehmer dazu, unter allen Umständen bullisch zu sein, und diese Stimmung färbt oft stark ab. Meiner Ansicht nach wird Gold zwar wieder massiv steigen, aber das geschieht erst im Umfeld fallender Realzinsen. Mein Plan ist es, die Gewinne aus den Anleihen zu nutzen, um Minen günstiger zurückzukaufen. Ich ziehe mein Ding durch – wohl wissend, dass das natürlich auch schiefgehen kann.
Warum ich das mache
Ich benötige frische Liquidität, um mich auf den gezielten Kauf von Firmenanleihen vorzubereiten. Die Zinsen steigen und aus meiner Sicht ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Ich werde deshalb beginnen, Unternehmensanleihen von Schwergewichten wie Google, Meta, Amazon & Co. zu kaufen. Der Kupon bei sehr langlaufenden Anleihen bewegt sich in Richtung 7 % und wird diesen Wert aus meiner Sicht noch übersteigen.
Da ich für gewöhnlich etwas früh dran bin, bremse ich mich künstlich ein und warte noch etwas ab, um in dieser Phase mehr Liquidität aufzubauen.
Ich beabsichtige keineswegs, diese Anleihen bis an mein Lebensende zu halten – den Ablauf der am längsten laufenden Papiere, die ich in Erwägung ziehe, würde ich ohnehin nicht mehr erleben. Mein Kalkül zielt stattdessen darauf ab, dass die Notenbanken nach den massiven Zinsanhebungen früher oder später gezwungen sein werden, das Ruder herumzureißen und die Zinsen wieder kräftig zu senken. Den genauen Effekt dazu habe ich an anderer Stelle beschrieben.
Letztlich hängt alles von der Frage ab, wie lange die Notenbanken die Zinsen noch hoch halten – denn steigende Zinsen drücken die Preise bereits ausgegebener Anleihen, da Anleihen mit weniger Zins billiger werden müssen, wenn Anleihen mit hohem Zins folgen. Bis die Notenbanken die Schleusen wieder öffnen und den Markt mit Liquidität fluten, wird es dauern. Das passiert in der Regel erst, wenn etwas im Finanzsystem bricht.
Wenn die Zinsen dann schließlich sinken, explodieren die Kursnotierungen bereits ausgegebener Anleihen, da diese im Vergleich einen attraktiven, hohen Kupon verbriefen. Mit den Gewinnen aus diesen Anleihen würde ich dann günstig Minenaktien einsammeln, denn zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Wirtschaft in einer massiven Rezession. In einer solchen Phase fallen die Rohstoffpreise so lange, bis durch die nächste Geldschwemme der darauffolgende Boom ausgelöst wird.
Boom und Bust. Ich empfinde es als äußerst aufregend, dieses Umfeld so intensiv durchleben zu dürfen.
