Durch den Einsatz von KI ist Troubleshooting deutlich einfacher geworden. Als Administrator ist man oft auf sich allein gestellt und steht vor Systemen, die man nicht zu 100 % kennt. Gerade bei Anwendungen, mit denen man nicht täglich arbeitet und die man selbst nicht entwickelt hat, lauern unbekannte Zusammenhänge. Wenn dann plötzlich nichts mehr geht, kann die Fehlersuche schnell zur echten Herausforderung werden.
Mit einer KI wie Claude lässt sich das spürbar entspannen. Man legt ein eigenes Projekt zum Thema an und füttert die KI mit allen relevanten Unterlagen – zum Beispiel dem kompletten Administrationshandbuch als PDF. Die KI kennt dann die Dokumentation und kann gezielt darauf zurückgreifen.
Wichtig bleibt trotzdem ein strukturiertes Vorgehen bei der Fehleranalyse. Bei einem Totalausfall eines Systems, das ich vorher noch nie in der Hand hatte, war der Fehler so nach etwa einer Stunde behoben.
Der große Vorteil: Während man die Lösung gemeinsam mit der KI erarbeitet, entsteht gleichzeitig ein sauberer Report zur Fehlerbearbeitung. Daraus lässt sich später sehr leicht ein Troubleshooting-Guide für ähnliche Fälle ableiten – ein echter Mehrwert für die nächste Störung.
Eine tiefere Überlegung
Theoretisch könnte ich Claude sogar direkten SSH-Zugang zu meinen Servern geben. Ich stelle ihm einen Key aus und übergebe die nötigen Verbindungsdaten. Im Prinzip könnte er sich dann selbstständig durch das System arbeiten, mir regelmäßig Berichte liefern, seine geplanten Schritte ankündigen und erst nach meiner Freigabe handeln.
Auf Testsystemen übe ich dieses Vorgehen bereits. Dort funktioniert es zu einem großen Teil sehr gut. Der Knackpunkt: Wenn man der KI zu viel Freiraum lässt, hat sie Testsysteme schon mehrfach „an die Wand genagelt“. Scheitert ein Lösungsversuch, sucht sie automatisch nach anderen Wegen – meist mit dem nächstgrößeren Hammer. Funktioniert auch das nicht, kommt der nächste.
Aus meiner Sicht braucht es den Menschen daher weiterhin: jemanden, der die KI aus ihrer Sackgasse holt und ihr einen anderen Blickwinkel aufzeigt, damit sie mit den vorhandenen Rechten auskommt.




Beispiel für den Troubleshooting Guide, der aus dem Chat entstanden ist.