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Für gewöhnlich bin ich kein Anhänger des politisch geprägten Klimanarrativs – aber wenn am Ende ein klarer finanzieller und technischer Vorteil herausspringt, mache ich beim Wandel gerne mit.
Als ich 2024 eine neue Heizanlage einbauen ließ, habe ich den zentralen 500-Liter-Boiler vorsorglich mit einer Heizpatrone ausgestattet – für den Fall, dass die Warmwasserbereitung mit Strom irgendwann wirtschaftlich attraktiv werden sollte. Dieser Punkt ist nun erreicht.
Der Sommer-Vergleich: Pellets vs. Strom
Der kollektive Politikwahnsinn treibt den Strompreis in bestimmten Zeitfenstern spürbar nach unten. Eine genaue Analyse für das Sommerhalbjahr (April bis September) zeigt deutliche Unterschiede im Wirkungsgrad und in den Kosten:
- Pelletskessel im Sommerbetrieb: Aufgrund hoher Aufheiz- und Leitungsverluste liegt der Nutzungsgrad beim reinen Warmwasserbetrieb im Sommer bei nur etwa 40 %. Um den 500-Liter-Boiler von 10 °C auf 60 °C Nutztemperatur aufzuheizen, werden gut 14,7 kg Pellets (ca. 72 kWh Brennstoffenergie) benötigt. Das entspricht Kosten von 5,85 € pro Boilerfüllung.
- Elektrischer Heizstab: Dieser arbeitet direkt im Boiler mit einem Wirkungsgrad von rund 98 % und benötigt exakt 29,7 kWh Strom.
- Strom im TIWAG-Sparfenster (10:00–16:00 Uhr): Nutzt man den Tarif „Dual fix privat“ im begünstigten Zeitfenster, liegt der Gesamtpreis inklusive der verbrauchsabhängigen Netzgebühren der Stadtwerke Wörgl sowie allen Abgaben bei nur ca. 15,32 Cent/kWh. Eine Vollboilertankung kostet damit nur noch 4,55 € (statt 6,30 € zum Standardtarif).
Fazit & Umsetzung
Durch das gezielte Ansteuern des Zeitfensters zwischen 10:00 und 16:00 Uhr spare ich im Sommerhalbjahr ca. 22 % der Reinkosten für das Warmwasser im Vergleich zum Pelletsbetrieb. Ein positiver Nebeneffekt: Der Pelletskessel bleibt im Sommer komplett ausgeschaltet und wird vor unnötigem Sommer-Verschleiß geschützt.
Um das Aufheizfenster exakt zu automatisieren, rüste ich nun eine Bluetooth-fähige Drehstromzeitschaltuhr nach.
