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Der Inhalt: Charakteristik, Fotos, Karte
Größe: ca. 2 MB
| Transalp - Oberstdorf - Riva |
Die TourWir wählten die 1. September Woche für unsere Transalp von Oberstdorf nach Riva. Leider hatten wir kein gutes Wetter und auf den hohen Pässen setzte teilweise schon leichter Schneefall ein - saukalt. Die Strecke beinhaltet einige Trage- bzw. Schiebepassagen. Man sollte auf jeden Fall schwindelfrei sein, da der Schrofenpass und die Uina Schlucht doch recht heftig sind. Bei Schlechtwetter zahlt sich der Schrofenpass überhaupt nicht aus, da man das Rad auf der einen Seite wegen der Steilwand hoch trägt - die berüchtigte Stahlleiter ist bei Nässe rutschiger als ein Eislaufplatz - und auf der anderen Seite kann man den Hobel zur Hälfte in 15 cm Schlamm und Kuhscheiße wieder runter tragen. Den Arlberg überquert man auf der Bundesstraße wie ein Rennradfahrer mit sehr viel Verkehr. Für mich war es fragwürdig, den ersten Tag in Oberstdorf beginnen zu lassen. Da ich nicht schwindelfrei bin, kostete es mich sehr viel Überwindung den Schrofenpass und die Uina Schlucht zu durchqueren. Als Tiroler weiß ich, dass man auf einer Route weiter östlich auf keinen Klettersteig muss - also das nächste Mal besser planen! An Tag 5 hatten wir die dumme Idee, einen Tag einzusparen. Wir machten diesen Fehler vor Ort in Breno, da mein Partner die Distanzen auf dem GPS falsch gemessen hatte. Der Passo Croce Domini, der an Härte, Steilheit und Höhenmeter ein zweifelhaftes Highlight der Tour war, ist als Spätnachmittagsprogramm einfach zu viel gewesen. Nachdem wir am Vormittag schon den Giro Pass Passo del Mortirolo (1200 hm) hatten , waren die 1600 hm am Stück ohne Brennstoff, bei einer Steigung von über 30% auf den Passo Croce Domini einfach zu viel. Da wir ja mit tollen GPS Geräten ausgestattet waren, hielten wir es für nicht notwendig, die Streckenbeschreibung mit zu nehmen. Deshalb wussten wir auch nicht, dass hier so ein Brocken kommt und von Breno aus sah der Berg recht harmlos aus. Da ich ausgebrannt war und mit meinem Partner nicht mehr weiter fahren wollte, fuhr ich den letzten Tag nicht mehr auf dem Track weiter, sondern rollte die letzten 100 km alleine auf der Landstraße über Bagolino und Idrosee nach Riva. Der Track bezieht sich auf die ursprüngliche Strecke mit 7 Tagen und hatte einen Fehler, der von mir vor der Tour ausgebessert wurde. Die Streckenbeschreibungen findet man unter untenstehenden Links. Links:
Auf jeden Fall ein Erlebnis. Für meine erste Transalp aber zu heftig. Ich würde diese Route kein 2. Mal fahren, da ich mit dem Mountainbike auf keinen Klettersteig mehr will - das habe ich mir vorher anders vorgestellt. Tag 2, Tag 3 und Tag 4 entsprachen meinem Geschmack - Tag 5 wäre ohne Verlängerung gut gewesen. Val Mora (Tag 4) mit einem unendlich langen Downhillsingletrail (über 30 km Vollgas fetzen) war verboten gut und da hatten wir richtig Schaum vor dem Mund. Eine Alpenüberquerung auf dem Mountainbike werde ich sicher wieder machen, wobei ich mir meinen Partner und die Strecke besser aussuchen werde. Unterkünfte
Die Unterkünfte waren durchaus sauber und empfehlenswert. Sollte man sich für eine Hütte entscheiden, wird eine Reservierung empfohlen. Wenn man das Gesamtpaket betrachtet, ist eine Hütte aber um keinen Euro billiger als ein Hotel, da man alles extra bezahlen muss. Wir reisten einen Tag vor unserer Tour in Oberstdorf im Hotel Gruben mit dem Zug an. Die Zimmer waren gut und wir bekamen einen Abstellplatz für unsere Fahrräder. Auf der Konstanzer Hütte steht das Fahrrad im Freien, in der Heidelberger Hütte gibt es einen Abstellraum, wenn man früh (vor 17:00 Uhr) ankommt. Das Hotel Edelweiß übertraf unsere Erwartungen im Bezug auf Zimmer und Essen - hier herrscht Luxus zu einem günstigen Preis. Auch hier bekamen wir einen Abstellraum für die Fahrräder. Ebenso sei das Hotel Sassella in Grosio erwähnt, mit guten Zimmern und ausgezeichnetem Restaurant. Der Chef spricht deutsch, ein paar Angestellte englisch. Man stellte uns eine Tiefgarage zum Abstellen der Fahrräder zur Verfügung. Der Albergo Campras in Breno/Gava nahm uns freundlicherweise um ca. 00:30 Uhr auf und kochte uns noch die besten Nudeln auf dieser Welt. Auch hier konnten wir die Fahrräder in einem Abstellraum deponieren. Mit Iwan kann man sich einigermaßen in englisch unterhalten. An dieser Stelle ein großes "DANKE SCHÖN!" an Iwan - über die SS669 hätten wir diesen Gasthof zu einer vernünftigen Zeit und mit weniger Aufregung erreichen können. War irgendwie schade, weil es nette Leute waren.
AusrüstungEine Topausrüstung ist für diese Alpencross absolut unerlässlich. Wesentliche Vorteile hat man mit einem GPS System und eingespielter Route. Wir haben ansonst kein zusätzliches Kartenmaterial verwendet, was in Italien ein Fehler war. Da ich die Gegenden in Österreich gut kannte, haben wir dort auch keine Karten benötigt und dort wo wir uns nicht auskannten, hat die Planung meines Kollegen leider nicht so besonders funktioniert. War aber mein Fehler, da ich mich um die Planung zu wenig gekümmert habe. Das Kartenmaterial im GPS-Gerät war für uns absolute Pflicht und ich hatte neben der Topo-Österreich die Straßenkarte City Navigator 7 installiert. Die TOPO Österreich hätte ich nicht benötigt. Für schlechtes Wetter sollte man gut vorbereitet sein. Mit einem 25L Rucksack ist man sehr knapp am Limit - das nächste Mal würde ich einen 30L Rucksack verwenden. Da schlechtes Wetter zu erwarten war, wählte ich folgende Bereifung:
Tubeless Reifen sind sehr empfehlenswert, da es die Problematik mit abgerissenen Ventilen nicht gibt und ich auf der gesamten Strecke keine Probleme mit der Bereifung hatte. Ein materialschonender Fahrstil ist anzuraten, wobei man die Bremsen immer im Auge behalten soll.
Hilfreich für die Planung war folgendes Buch: Traumtouren Transalp Meine Packliste:
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